¿Would you like to kuscheln?

7 08 2008

Dieser Artikel ist unseren neuen Freunden gewidmet, die wir auf dieser Reisse gewonnen haben. Alle anderen duerfen ihn natuerlich auch lesen.(Freuen uns riesig ueber eure Kommentare!!!)

Es gehoert schon eine grosse Portion Schicksal, dass man den ein oder anderen Reisekompane 2mal trifft. Angefangen hat es mit drei Schwedinnen in unserem Alter. Weiter, bzw. ausgeloest wurde alles in Guatemala am Rio Dulce.

Vor etwa 2 1/2Wochen:

In der Stadt Rio Dulce lernten wir Martin, Theologiestudent aus Holland, kennen. Zusammen fuhren wir zur Finca Tatin wenn ihr euch noch erinnert. Dort trafen wir dann woohl die coolsten und interessantesten Personen, die zu Freunden wurden. Alexis, der Manager der Finca, ein Guatemalteke mit Humor und dem Traum einmal in die Schweiz zu kommen und den Schnee anzufassen. Julie, eine Waldorflehrerin aus San Francisco, die weder noch noch typisch amerikanisch noch oeko ist, dafuer aber total sympathisch, lustig und weltoffen.

Unsere neu gewonnenen Freunde

Unsere neu gewonnenen Freunde

Dass wir Julie in der FInca getroffen haben war Zufall, dass wir sie auf Roatan in Honduras getroffen haben war glueck, aber dass wir sie vor wenigen Tagen in Antigua getroffen haben war schon eine Verabredung. ABER dass wir in Antigua Alexis zur selben Zeit getroffen haben war einfach nur so realistisch, wie einen Hai tanzen zu sehen. Kaum zu glauben aber auch eine Amerikanerin wie Julie, die schon die halbe Welt gesehen hat zieht es auch einmal in das kleine Au. Gegen Ende Dezember und Anfang Januar wollte sie uns besuchen kommen. Sie hat aber gemeint wir sollen erst fragen, bevor wir es Dingfest machen, was wir hiermit tun. Die malerischen Geschichten ueber das idyllisch gelegene Au und Kuehe die lesen und Fernseh schauen, haben es ihr angetan.

Da sie nur unnuetze deutsche Woerter, wie Gummiband, kennt, haben wir ihr ein kleinen aber dafuer einen wertvollen Satz beigebracht: Hast Du lust zu kuscheln?/Would you like to cuddle?/¿Quieres abrazarme?

Die letzten Tage vor ihrer Rueckkehr haben wir alle zusammen, und zeitweise auch Alexis, in Antigua verbracht. Obwohl Antigua von grosser Wichtigkeit fuer unseren Reiskatalog von Anfang an war, uerberkam uns bereits 10 Tage vor Abflug in Cancun eine Abschiedsstimmung, was acuh daran lag, dass uns Julie verlassen musste.

Antigua

Doch die zahlrreichen und fuer uns absolut neuen Vulkane, die wunderschoene Kolonialstilstadt Antigua und

der Geruch frisch gebruehten Arabico Kaffees munterten uns wieder auf und liesen uns den Abflugstag durch den Rauch der 7 Samurai vernbeln und in weite Ferne ruecken. Das intensive Aroma des Cafe negro befluegelte uns fuer unsere Weiterreise an den naechsten Hot Spot in Guatemala: Lago de Atitlan.

Lago de Atitlan

Lago de Atitlan

Der ein oder andere Held soll hier schon hervorgegangen sein und spanische Fregatten sollen mit ihren Gold und Silberladungen auf dem 320 Meter tiefen Grund des Sees liegen. Alles Hirngespinst, der Durchfall hats Ferdi angetan und er faengt an zu halluzinieren wie sein grosser Vater es einst tate. Zur Tatsache: Der Blick auf den angeblich schoensten See der Welt gelegen im guatemaltekischen Gebirge auf 1500 metern zwischen 3 3000er Vulkanen laesst die Herzen der Schwarzwaelder kinder hoeher schlagen. Leider war es uns nicht moeglich den Volkan San Pedro zu besteigen, da 2 Tage zuvor eine Touristengruppe von einer Gruppe Einheimischer ausgeraubt wurde. Ja ja am Lago kann man sich nie 100 prozentig sicher sein, aber wir haben die sichere und auch schoenere Variante auf den Rostro maya vorgezogen, da wir uns bei einem Raubuerbfall verstaendlicherweise in die Hosen scheissen wuerden. Der Hike war absolut cool und der Blick auf den See und die Vulkane atemberaubend. Und auch wenn Dodo immernoch ein magnet fuer Verletzungen ist und Ferdi allmaehlich die Flitzekacke vereinnahmt, geht es uns nach wie vor super gut und wir geniessen die letzte woche jetzt noch in vollen Zuegen.

An Inka: Mit dem Vermissen muss ich dich leider enttauschen, das faengt nicht erst zuhause wieder an sondern hat bereits vor 3 Wochen begonnen. Bei Sternenhimmel und Kerzenschein leistet mir Ferdi den romantischen Beistand, is aber kein guter Ersatz :-)

An Ute: Hey super cool dass du geschrieben hast, haette ich voll nicht erwartet und hat mich echt gefreut. Werd beim naechsten Fam. Treff ausschweifend mit Bildern erzaehlen, wenn du willst.

Falls wir am 16. nach Hause kommen sollten, wuerden wir uns freuen wenns nicht pollo, frijoles mit tortilla geben wuerde. Wir fruehstuecken das zeug hier manchmal schon.

Liebe Gruesse an Alle und hasta luego, Ferdi und Dodo





Santissimo de Belen

1 08 2008

Hallo an alle,

freut uns dass euch unsere Bilder so gefallen bzw. beschaeftigen. Das Bild „Schauen aber nicht anfassen“ war eigentlich nur nen Gag. Ferdi hat es auf dem Bild nur so gedreht, als ob ich die Maedels anschauen wuerde. Aber trotzdem danke fuer eure aufschlussreichen Lebensweisheiten.

Huebsche Maedels sind hier sowieso eher Mangelware, vorallem die Einheimischen haben oefters mal nen Pollo mit Tortilla zuviel und somit sehen Frauen speziell in Mexiko, deutschen Biertrinkern aehnlich.

Der Pfad nach San Manuel

Die Ruekfahrt von Roatan, die uns ja bekanntlich Kopfzerbrechen bereitete, war ganz unerwartet perfekt und Ferdi hat sich ganz umsonst in die Hosen gemacht. Nach einem wie so oft nahrreichen, aber unueblichen Fruehstuek bei Burger King, gings damm weiter mit dem Bus auf eine laaange Fahrt nach Santa Rosa de Copan. Letztendlich sind wir dann aber in Corquin, dem Au von Honduras, gelandet. Bei unserem Abendessen hatten wir einen netten Plausch mit drei honduresen, die sich gern durchs deutsche Sozialsystem schummeln wuerden. Komischerweise hies in diesem kleinen Kaff das Viertel Berlin und unser Hotel auch , jaja die deutsche Geschichte hats zu was gebracht. SChon laenger vervolgten wir den Wunsch auf eigne Faust durch die Berge zu stapfeln und so gingen wir am naechsten Tag mit kompletter Montur von Belen Gualcho aus nach San Manuel de Colohuete. Als weisse hat mans schwer unauffaellig ueber einen gefuellten Marktplatz zu laufen. In diesen Regiomem treiben sich so gut wie nie Touristen rum und wenn dann ist jeder der ein Kopf groessser als sie und weiss ist ein Gringo sprich Ami. Is eigentlich ziemlich schade aber wenn man sich die Amerikanisierung hier unten anschaut logisch. Dem ein oder anderen Indigena musste wir auch schon verklickern, dass die Welt mit Amerika nicht aufhoert oder sogar das Frankreich nicht das Ende der Welt ist, wobei bildlich gesehen die Aussage natuerlich stimmt. Bei Ankunft nach dem 6 stuendigen Gewaltmarsch durch Flora Fauna und 20 km Pferdepoop blieb den Leuten in San MAnuel der Mundoffen stehen und sie brachten uns Gold, Muerre und Weihrauch. Einer von ihnen betete uns auch mit einem „Santissimo de Belen“an( heisst soviel wie heilige scheisse ihr kommt von Belen), weil er so verbluefft ueber unseren Trip war.

-)

Ferdi mit Poop :-)

Der Trip war kraeftezehrend, aber sau cool und den Umweg „off the beaten track“ ins Inlad absolut wert. Zum Fruehstuck gabs frischgebruehten Kaeffchen von unseren neu gewonnenen Freunden in San Manuel. Bei nen paar runden Mau Mau und nem spaerlichen Abendessen lernten wir Esmerlin, den Zauberer, kennen. Mit ihm und seinen etwa 10 Jahre alten Dorfhomes sind wir am Mittag dann baden im Rio „grande“ gegangen, was anfangs echt cool war aber gegen ende wollten sie fuer alles ein Dollar geschenkt bekommen, was aber auch verstaendlich ist, wenn man sieht wie wir leben koennen und sie leben muessen.

Abschliessend haben wir uns in Honduras auch noch mal ne Portion Maya Ruinen in Copan gegoennt und haben die spanischsprachige Tour gewaehlt und koennen mit Stolz von uns behaupten, dass wir so gut wie alles verstanden haben.

Pathetische Antwort an Herrn Dr. Siebert:

Des oefteren wird uns auf unserer horizonterweiterten Reise, durch ein kulturell und linguistisch differenziertes Land bzw. Laender, bewusst, dass die gelernte Faehigkeit, des Kommunizierens auf hoeheren Ebenen und auf variierenden Sprachen, ein solches Geschenk, und dass ist unser vollster Ernst, und nicht von Gott gegeben sondern durch das Broca’sche und Wernick’sche Gehirnzentrum erlernt, ist.

Auf Deutsch: Geil hier zu sein und mit allen sprechen zu koennen!

Saludos Karl und Florian